Kunsttherapie vs. Malkurs

Ich werde oft gefragt, was ich denn genau in der Kunsttherapie mit meinen Klienten mache. „Du malst doch mit ihnen, oder?“

Genau, das und vieles mehr passiert während einer Session.

Zunächst einmal ist es die Intention, die einen Menschen in mein Atelier bewegt. Vordergründig geht es nicht darum eine Technik zu erlernen, wie es z.Bsp. bei einem Malkurs, Fotokurs oder ähnliches ist.

Ein Mensch, der zu mir kommt, hat Fragen, die ihn selber betreffen, sucht nach Veränderung im Leben, nach Reflektion, nach Austausch.

Eine traditionelle Therapie basiert i.d.R. auf Gesprächen. Vielleicht hat der- oder diejenige schon Erfahrungen mit einem klassischen Therapeuten gemacht und sucht nach etwas anderem, vielleicht sind Gespräche „nicht so sein/ihr Ding“, weil er oder sie doch nur ein komisches Gefühl hat und es noch nicht benennen kann, vielleicht hat er oder sie schon positive Erfahrungen mit der kreativen Arbeit gemacht, weil es ihm oder ihr einfach gut tut.

Es gibt viele Gründe warum jemand eine Kunsttherapie beginnt, aber einen kann ich ausschließen: Er oder sie möchte nicht eine bestimmte Technik erlernen. In der Kunsttherapie gibt es kein richtig oder falsch. Es geht um den Prozess des Tuns, der kreativen Auseinandersetzung mit sich selbst.

In der Kunsttherapie wird auch nicht nur gemalt. In der Kunsttherapie wird kreativ gearbeitet: Collagen, Acrylbilder im Großformat oder klitzeklein, mit Kreide, Pastell oder Fingerfarbe. Es wird fotografiert, gebildhauert, gezeichnet – mal abstarkt, mal konkret. Dazu wozu dem Klienten/der Klientin gerade nach ist oder wir lassen einfach nur Farben auf uns wirken.

Das begleite ich als Kunsttherapeutin, ich leite nicht an, was der Klient oder die Klientin machen soll, ich zeige nicht, ob es richtig oder falsch gemacht ist. Selbstverständlich gibt es Methoden Richtungen anzuzeigen ganz an die Bedarfe des Klienten / der Klientin angepasst.

Und das Werk wird auch nicht bewertet und an Qualität oder Talent bemessen. Wir tauschen uns darüber aus was dem Klienten / der Klienten während des kreativen Schaffens passiert ist – was gefühlt und erlebt wurde. Wir tauschen uns über die Dinge aus, die entstanden sind und reflektieren diese.

Wir lassen die Hände kommunizieren und holen über die kreative Arbeit Unterbewusstes an die Oberfläche.

All das findet an einem Ort der Sicherheit statt.

Kunsttherapie vs Kurs

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